Zitate von Claude-Monet: I must have flowers always and always

Zitate für Kalligraphie: Claude Monet

Wer meinen Kalligraphie-Blog regelmäßig verfolgt, weiß, dass ich Blumen mag. Okay, das war eine Untertreibung: Ich liebe Blumen! So, jetzt entspricht es der Wahrheit.

Dass ich mit meiner Vorliebe für frische Blumen nicht allein bin, beweist Claude Monet. Der Maler aus Paris hatte schließlich ein Faible für die farbenfrohe Flora. Warum sonst hätte er einige der schönsten Bilder des Impressionismus‘ den Blumen gewidmet?

Allein ist er damit nicht, wenn man sich andere großartige Künstler anschaut. Ich nenne jetzt einfach mal Vincent van Goghs Sonnenblumen, die Margeriten von Edouard Manet oder auch einige Gemälde von Alfred Sisley. Alle vernarrt in Blumen, so wie ich.

Das von mir gewählte Zitat von Claude Monet passt perfekt zum Frühling – beim aprilligen Regenschauer-Sonne-Wolken-Mix gedeihen Blumen umso prächtiger. So muss auch Monet auf seinen Ausspruch „I must have flowers, always and always“ gekommen sein. Er hat’s wahrscheinlich auf französisch gesagt, aber für Instagram habe ich es einfach mal in Englisch übernommen.

Also habe ich das Zitat von Claude Monet in Kalligraphie umgesetzt. Dafür benutzte ich erstmals einen Tombow Brush Pen. Ich möchte zwar gerne meine neue Federn ausprobieren, aber ohne ein geeignetes Papier geht es leider nicht. Das Resultat würde mich einfach nicht zufrieden stellen. Daher kam heute der Tombow Fudenosuke zum Einsatz.

Die verwendeten Materialien im Überblick

  • Papier: „Dot Grid“ Graph it 90g/m², Sketch 41 Ib von Clairefontaine
  • Stift: Calligraphy Pen von Tombow „Fudenosuke Brush Pen“ weich (schwarzer Fineliner aus Japan)
  • Blume: Viridiflora Tulpen Esperanto im Himbeerton vom Blumenhändler am Alexanderplatz
  • Dekoration: Goldenes Milchkännchen samt Teller, gemopst von der lieben Schwiegermama

Das Papier von Clairefontaine eignet sich perfekt für Brush Letterings mit dem Tombow. Es ist mein neues Lieblingspapier. Für die Letterings benutze ich vorwiegend die Formate DIN A4 und DIN A5. Das kleinere Format verwende ich eher für Brush Pens mit dünner Spritze wie beispielsweise die Tombow Fudenosuke, Bimoji XT2-10 oder den Pentel Sign Pen Brush.

Das DIN A4-Format ist für Brush Pens wie den Tombow ABT Dual Brush Pen oder einen Molotow Brush Pen geeignet. Warum ich dieses Papier wähle? Die wunderbar glatte Oberfläche des Clairefontaine hat mich wirklich überzeugt. Auch bin ich von meinem neuen Tombow Fudenosuke begeistet. Gekauft habe ich ihn bei J-Stuff mit einem Gutschein, den ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte.

Der Brush Pen ist voll mit Tinte, daher schreibt er sehr flüssig und ich muss nicht so stark aufdrücken. So lassen sich die essenziellen „Dünn-Dick-Effekte“ bei den Auf- und Abstrichen sehr leicht erreichen. Ein weiterer Vorteil: es schont mein Handgelenk und ich kann länger Schriften üben. Jeder, der tagsüber viel mit dem Rechner arbeiten muss, wird sich über eine solche Entlastung des Handgelenks freuen.

Eins steht fest: Ich muss unbedingt wieder zu Boesner gehen. Ich melde mich, wenn ich endlich neues Papier bekommen habe. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß und genießt den April so, wie Claude Monet ihn genossen haben muss.

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Funny calligraphy: Please bring down the tras

Kalligraphie für klare Anweisungen

Männer. Es geht nicht mit ihnen, aber auch nicht ohne sie, hat mal eine kluge Frau gesagt. Wer das war, weiß ich jetzt gar nicht genau. Aber sie muss schon ziemlich genervt gewesen sein. Also eigentlich ein Zustand, den jede Frau trotz einer intakten Beziehung irgendwann erreicht. Da reicht es, dass die Adiletten ein weiteres Mal im Weg herumstehen, das Fenster im Badezimmer nicht geschlossen wurde oder der Mülleimer überquellt.

Doch wie kann man den Mann auf sein Fehlverhalten hinweisen? Die charmanteste Art ist natürlich – nein, nicht nörgeln – sondern eine wunderhübsche Kalligraphie verarbeiten und dem Herren der Schöpfung dezent auf den Platz legen. Bei soviel liebevoller Aufmerksamkeit kann er sich der Botschaft eigentlich nicht mehr verschließen, oder?

Bei uns war der Mülleimer gefüllt bis zum Letzten, und ich war es einfach leid, meinen Mann erneut darauf hinzuweisen. Schließlich gehört das Runterbringen der Abfälle zu seinen Aufgaben. Also kurz an den Schreibtisch gesetzt und mit einer kleinen Schreibübung abreagiert. Wie sehr mich die Kalligraphie beruhigt, habe ich dabei auf’s Neue merken können.

Nun gut, kommen wir vom Persönlichen zum Fachlichen: „Please bring down the trash“ habe ich mit einem Brush Pen von Kuretake verfasst. Der schwarze Brush Pen „Bimoji XT2-10“ schreibt superweich und eignet sich für viele japanische Kunsttechniken wie Etegami (also Zeichnen) oder das Schreiben von Kanji (traditionelle japanische Schriftzeichen).

Der Brush Pen eignet sich perfekt dafür. Die Tinte ist schön flüssig, läuft aber nicht ins Papier, weshalb der Löschblatteffekt ausbleibt. Ich bin mit der Qualität wieder hochzufrieden – bestellt hatte ich den Stift übrigens wieder bei J-Stuff.

Für das Papier verwendete ich „Dot Grid Graph it“ von Clairefontaine in 90gr/m². Dieses Papier eignet sich wunderbar für Brush-Letterings durch die glatte Oberfläche. Das Dot-Raster ist zudem eine große Hilfe beim Einscannen der Letterings, wenn diese digital nachbearbeitet werden sollen. Es müssen dann nur die Punkte retuschiert werden, keine Linien oder Quadrate. Zudem ist es im Vergleich zum „Rhodia DotPad“ noch etwas preisgünstiger.

Allerdings scheinen die Punkte des Papiers ganz leicht durch die Tinte, was aber bei wasserbasierten Tinten immer der Fall ist. Schließlich gibt es mit dieser Tinte keine hunderprozentige Deckung. Die Dekoration erfolgte mit englischen Vintage-Rosen vom vietnamesischen Blumenhändler um die Ecke. Zusammen mit der tiefschwarzen Tinte ergibt sich so ein sehr schöner Kontrast.

Ich habe dann noch etwas geübt, den Schreibtisch aufgeräumt und mich mit Instagram beschäftigt. Irgendwann kam dann mein Mann in das Zimmer und grinste. Er brachte mir einen frischen Ingwertee und sagte: „Der Müll ist jetzt unten, Diana.“ Na bitte, geht doch.

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Kleine Schreibübung in Kalligraphie mit Video

Kleine Schreibübung in Kalligraphie

Was nützt die schönste Kalligraphie, wenn man nicht weiß, wie sie entstand? Ich persönlich habe unheimlich viel von YouTube und Instagram gelernt, bei letzterem gerade auch durch kurze Clips. Man kann einfach viel eher verstehen, wie wichtig die Stift- und Federführung ist und welche Tricks andere Kalligraphinnen anwenden.

Schon mal Frau Hölle geguckt? Ich liebe ihre Art, ihre große Kunstfertigkeit und natürlich auch ihren Humor. Wenn du noch nie ihre Video-Tutorials gesehen hast, dann hol das gerne nach – es lohnt sich wirklich.

Deshalb kommt in diesem Blogartikel mein erstes Video. Ich bin zufrieden, aber jauchze nicht himmelhoch – denn trotz schönstem Sonnenschein habe ich leider einen Gelbstich im Video. Nun ja, würde alles beim ersten Mal klappen, wäre es ja fade…

Verwendet habe ich ordinäres Xerox Digital Paper, das normalerweise im dunklen Inneren von Druckern und Kopierern haust. Als Stift wählte ich einen grauen Brush Sign Pen von Pentel (Japan), um einen schönen Kontrast zu erzielen. Die Tinte ist wasserbasiert und ideal für die Kalligraphie, aber auch sonstige Illustrationen und Skizzen.

Meine geliebte Blumenzierde durfte nicht fehlen, auch wenn es dadurch schwieriger war, alles ins Bild zu bekommen. Video ist eben kein Foto, soviel steht fest. Während ich diese Zeilen schreibe, blühen die Ranunkeln auf dem Küchentisch noch immer vor sich hin. Sehr fleißige Blumen, diese Ranunkeln.

Jetzt aber viel Spaß mit meinem ersten Video – Tusch! – und ab dafür!

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana