Zitat zu Blumen von Henry Ward Beecher: Flowers are the sweetest things God ever made

Blumen brauchen eine Seele

Wer diesen Kalligraphie-Blog aufmerksam verfolgt, weiß, dass hier Blumen und Schönschrift zusammengehören. Auf fast allen meinen Fotos findet man frische Blumen und Pflanzenblätter, um die Kalligraphie optisch zu begleiten.

Natürlich gibt es im Haushalt der kleinen Kalligraphin auch viele Pflanzentöpfe. Mein besonderer Liebling ist derzeit die sogenannte Pfannkuchenpflanze, die bereits von zwei Ablegern umrahmt wird. Aber auch Orchideen, Sanseverien, eine stattliche Flamingoblume und zwei Bonsais fühlen sich hier zuhause.

Auf meinen Flatlays müssen jedoch meistens Schnittblumen glänzen, da diese einfach leichter zu fotografieren sind. Auf dem heute gezeigten Flatlay ist daher eine der letzten Pfingstrosen zu sehen. Sie bekräftigt das schöne Blumenzitat von Henry Ward Beecher.

Beecher war ein US-amerikanischer Prediger in New York City. Seine Predigten erschienen in Büchern, und erzählten unter anderem von der Gleichberechtigung der Frau, der Befreiung der Sklaven und anderen Sozialreformen. Da er humorvoll und textlich nah am Volke war, erlangten seine Predigten schnelle Verbreitung.

Das Zitat „Flowers are the sweetest things God ever made and forgot to put a soul into“ ist eine kleine Liebeserklärung von Beecher an die Blume. Man muss also keine Biene sein, um die Anziehungskraft von Blumen zu verstehen.

Elegant geformte Blätter, intensive Farben, oft lecker duftend und gute Laune schenkend – wie kann man Blumen denn nicht mögen? Da verwundert es nicht, dass Henry Ward Beecher behauptete, Blumen seine die süßesten Dinge, die Gott je gemacht hat, aber dann vergaß, eine Seele hineinzustecken.

Handlettering „Flowers are the sweetest things God ever made and forgot to put a soul into“

  • Stift: Apple Pencil auf iPad mit Procreate App
  • Pinselspitze: „Calligraphy Rough“ von LePunktNoir
  • Blume: Rosa Pfingstrose
  • Dekoration: Schere und Klammer von Hay Design, Nespresso in Pantone-Espressotasse, Briefmarken vom Flohmarkt

Die Kalligraphie zum Blumenzitat entstand am iPad mit der Procreate App, die es im Appstore zu kaufen gibt. Damit lässt sich gut üben, man spart das teure Kalligraphiepapier und schont sogar ein bisschen die Umwelt (vom Stromverbrauch einmal abgesehen).

Zum Fotoshooting hat die kleine Kalligraphin passende Briefmarken herausgesucht. Schließlich geht es hier um Blumen! Also kamen Briefmarken vom Flohmarkt am Berliner Bode-Museum zum Einsatz, die ursprünglich aus Indonesien stammen.

Keine Frage, in Indonesien werden Blumen sicherlich in ganz anderer Pracht wachsen als bei uns in Mitteleuropa. Dennoch finde ich, dass man auch bei uns ein paar schöne wilde Blumen finden kann – wenn man nur aufmerksam durch die Straßen schlendert.

Solange der Spätsommer so schön sonnig ist, erwarten uns bestimmt noch ein paar Sonnenblumen, Mohnblumen und Kornblumen am Wegesrand. Sobald der gezeigte Espresso ausgetrunken ist, werde ich mich mit offenen Augen auf den Weg machen.

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Kalligraphie mit Zitat von William Morris von Berlin-Kalligraphie.de

Alles nützlich oder wunderschön

Eine Woche Urlaub. Zwar zuhause in Berlin, aber frei. Und was macht man in der freien Zeit am besten? Aufräumen! Also hat die kleine Kalligraphin sich ein paar Regale vorgenommen und jeden Tag ein bisschen was geschafft.

Aber wie das eben so ist beim Aufräumen, man findet immer etwas, was man schon längt verloren glaubte. So auch ein Bildband von William Morris, der hinter anderen Büchern in der zweiten Reihe sein Dasein fristete. Du armer Bildband!

Beim Durchblättern begeisterten mich die vielen einzigartigen Grafiken und Patterns aus William Morris‘ Oeuvre. Ein Zitat fand ich besonders chic: „Have nothing in your house that you do not know to be useful, or believe to be beautiful“. Frei übersetzt sollte man nichts in seinem Haushalt haben, das man nicht als nützlich kennt oder als wunderschön erachtet.

Was für eine schöne Aussage. Schließlich beeinflussen uns die Dinge, mit denen wir uns täglich umgeben. Und wer sollte es besser wissen, als der große Maler, Architekt, Kunstgewerbler, Drucker und Pattern-Designer William Morris? Denn meiner Meinung nach haben wir viel zu viel an unschönen oder unnützen Sachen im Haus.

Auch bei Morris ist die Zeit des Aufwachsens – ähnlich wie bei Coco Chanel – der Ursprung des späteren Erfolgs. William Morris‘ Vater hinterließ seiner Familie ein großes Vermögen. So konnte der Sohn mit 13 Jahren das „Marlborough College“ besuchen, wo viel Wert auf Freiheit und weniger auf Disziplin gelegt wurde.

In diesem Internat im südlichen England erlernte William Morris auch Handarbeiten und zeigte früh gestalterisches Talent. Schon ungewöhnlich, diese Form der Ausbildung für einen Jungen um 1847.

Nach dem College folgte ein Studium in Oxford, wo ihm jedoch nur wenig Intelligenz nachgesagt wurde. Aber schon oft wurden große Genies verkannt, man denke nur an Albert Einstein. So begann Morris, in einem Architektenbüro zu arbeiten. Da ihm die Arbeit dort aber eintönig vorkam, beschäftigte er sich lieber mit Inneneinrichtung und Dekoration, zum Beispiel dem Handknüpfen von Teppichen und der Erstellung von Mustern für Tapeten.

Im Jahr 1861, mit 27 Jahren, gründete er die Firma „Morris, Marshall, Faulkner & Co.“ Mit Mitgründern stellte er Möbel, Wanddekorationen und Glasgemälde her. Besonders florale Muster und Szenen aus der Mythologie prägten sein Schaffen. In seiner Firma arbeitete Morris bis zu seinem Tod 1896.

Zusammen mit Walter Crane und Dante Gabriel Rossetti war Morris einer der wichtigsten Mitglieder des Arts and Crafts Movement, deren Werke heute noch die Besucher des „Victoria and Albert Museum“ in London erfreuen. Oder eben auch die kleine Kalligraphin, die den Bildband für zwei Stunden nicht mehr aus der Hand legen konnte – denn ein Muster ist eleganter als das andere.

Handlettering „Have nothing in your house that you do not know to be useful, or believe to be beautiful“

  • Stift: Apple Pencil auf iPad mit Procreate App
  • Pinselspitze: „Calligraphy Rough“ von LePunktNoir
  • Blume: Zartrosafarbene Peonie
  • Dekoration: Teller, Klammer, Kugelschreiber von Hay Design, Storchenschere, Briefmarken vom Flohmarkt

Das Flatlay zum Handlettering habe ich heute wieder selbst erstellt. Hat zwar ein bisschen gedauert bis das ganze Setting stand. Aber dann fand ich es doch ziemlich passend zum Zitat. Schließlich verbindet sich hier ebenfalls das Nützliche mit dem Schönen – ganz im Sinne von William Morris.

Nützlich ist auf jeden Fall der Kugelschreiber von Hay Design, der sehr weich schreibt. Für die Kalligraphie ist er nicht geeignet, schon klar, aber manchmal muss die kleine Kalligraphin ja einen EC-kartenbezahlten Kassenbon unterschreiben, und schon ist sie der Star an Kasse 4.

Die Dokumentenklammer in passendem Goldton stammt ebenfalls von Hay, die Storchenschere ist aber vom Süper Store aus Kreuzberg. Auf meinen Flatlays ist sie häufig zu finden. Das liegt daran, dass sie ebenfalls nützlich und schön ist – wobei ich mit ihr in der Regel nichts durchschneide.

Das Zartrosa der Pfingstrose findet sich in den Briefmarken wieder. Diese stammen vom Flohmarkt am Berliner Bode-Museum und waren bestimmt auch mal nützlich. Heute dienen sie der Dekoration und ergänzen mein Flatlay mit dem nötigen Farbkleks.

Der Espresso in meiner rosa Pantone-Tasse stand zu Beginn eher zufällig dabei, durfte dann aber über die Dauer des Shootings bleiben. Und eine Extradosis Koffein ist ja auch immer ganz nützlich.

Was habt ihr zuhause, das nützlich, schön oder sogar beides ist? Schreibt mir doch einfach über Instagram oder hinterlasst hier einen Kommentar!

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Handlettering mit Zitat von Frank Tyger: Doing what you like is freedom, liking what you do is happiness

… von Glück und Erdgas

Glück macht an Höhe wett, was ihm an Länge fehlt. So schrieb es einst der amerikanische Poet Robert Frost. Glück ist flüchtig und vergänglich, ähnlich wie Erdgas. Wenn es in die Lüfte entschwindet, ist es weg – einfach so.

Dennoch streben wir alle nach Glück, auf die eine oder andere Art. Ein jeder von uns wird Glück anders definieren: der verdiente Urlaub auf den Malediven, das brandneue Cabrio in der Garageneinfahrt oder das 200 m² Loftgeschoss im Friedrichshain? Um Gottes willen…

It’s the little things! Die kleinen Sachen bringen uns zum Lachen, zum Schmunzeln, zum Umarmen des Lebens. Und diese müssen nicht mal etwas kosten!

Die kleine Kalligraphin erfreut sich zum Beispiel am raschelnden Laub eines sonnigen Herbsttags genauso wie an einem Bowie-Song, der morgens beim Einschalten des Radios läuft. Oder an der betörenden Schönheit der Pfingstrose, an den heranrollenden Wellen der weiten Ostsee oder einer heißen Portion Soljanka – mit Lorbeerblatt.

Es sind eben die kleinen Dinge, die uns den Alltag verzaubern, ihn lebenswert machen und nach vorne schauen lassen. Was das mit meiner heutigen Kalligraphie zu tun hat?

Lettering „Doing what you like is freedom, liking what you do is happiness“

  • Papier: GraF it 90gr/m² Dot Grid Pad von Clairefontaine, DIN A5, Deutschland
  • Stift: Pentel Touch Brush Pen, schwarz, Japan
  • Blume: Pfingstrose in zartrosa
  • Dekoration: Klemmbrett von Boesner, Rosenquarz, Klebebandabroller aus Acrylglas, Masking Tape, Bullet Kugelschreiber aus Finnland, Hay Outline Dokumentenklammer, Korkmatte von IKEA

Es ist Freiheit, zu tun, was man mag. Und zu mögen, was man tut, ist das Glück. Das Zitat stammt von Frank Tyger, einem Zeichner und Cartoonisten. Er arbeitete zunächst für die Werbung als Illustrator, bevor er für die New York Times zum Cartoonisten wurde – und zwar volle 34 Jahre lang.

Kein Wunder, dass dieses Zitat von ihm stammt: „Doing what you like is freedom, liking what you do is happiness.“ Es muss der beste Job seines Lebens gewesen sein.

In Deutschland ist Frank Tyger nicht so bekannt, doch ich fand seinen Spruch irgendwie schön. Er stammt von einem glücklichen Menschen. Da das Zitat länger ausfällt als meine anderen Letterings, war es etwas schwieriger zu schreiben. Das Resultat finde ich aber sehr stimmig.

Meinen Spruch umrahmen eine Pfingstrose, ein paar passende Kaubonbons mit Erdbeergeschmack und ein dekorativer Rosenquarz vom Kristallladen in Berlin-Tegel. Dazu gibt es goldfarbene Dekoration mit meiner geliebten Storchenschere, der Dokumentenklammer von Hay und dem minimalistischen Bullet Kugelschreiber.

Die kleine Kalligraphin nimmt sich jetzt übrigens die Freiheit, einen feinen Espresso zu brühen und mit der neuen „Mollie Makes“ auf die Couch zu gehen. Es sind eben die kleinen Dinge, die glücklich machen …

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Zitat von William Shakespeare: Have more than you show and speak less than you know

Bescheidenheit ist eine Tugend

Kann man William Shakespeare als den Goethe Englands bezeichnen? Nun, seine Werke sind weltbekannt und gehören zum europäischen Kulturgut. Doch vermutllich kennt man seine Bücher vorrangig aus der Schule, ähnlich wie bei Wolfgang von Goethe. Ich zumindest habe in meiner Freizeit noch nie Shakespeare gelesen, und das ist nicht mal böse gemeint.

Es hat sich bisher einfach keine Gelegenheit ergeben, eines seiner Meisterwerke zu lesen. Gut, die Verfilmungen kennt jeder und auch ich bin diesen Filmen nicht abgeneigt – besonders die Adaptionen von Kenneth Branagh sind einfach klasse. Aber man kann sich Shakespeare außer literarisch und filmisch ja noch anders nähern: Mit der Kalligraphie!

Die kleine Kalligraphin hat heute ein Zitat von William Shakespeare geschrieben: „Have more than you show and speak less than you know.“ Das ist zwar nicht so romantisch wie „Romeo und Julia“ und auch nicht so dramatisch wie „Hamlet“, aber die Aussage dahinter finde ich ziemlich wichtig.

Im Zeitalter der Selfie-Stars, Reality-TV-C-Prominenz und Me-too-Influencer tut Bescheidenheit mal ganz gut. Mehr zu besitzen, als man zeigt und weniger zu sagen, als man weiß – das ist ein schöner Leitsatz. Doch leider wird diese Art der Zurückhaltung im täglichen Blitzlichtgewitter oftmals als Schüchternheit ausgelegt sowie Höflichkeit als Willensschwäche.

Das ist einerseits schade. Andererseits war es noch nie einfach, seinen eigenen Grundsätzen treu zu bleiben. Man muss eben durchhalten und die Forelle machen – immer wieder gegen den Strom schwimmen. Wer weiß schon, was William Shakespeare alles durchzustehen hatte, ehe sich sein Erfolg einstellte?

Handlettering „Have more than you show and speak less than you know“

  • Papier: GraF it 90gr/m² Dot Grid Pad von Clairefontaine, DIN A5, Deutschland
  • Stift: Pentel Touch Brush Pen, schwarz, Japan
  • Blume: Rosafarbene Pfingstrosen
  • Dekoration: Hay Bullet Kugelschreiber und Hay Outline Dokumentenklammer, Storchenschere, Masking Tape von Hobbyshop Rüther, Rosenquarz

Das Handlettering habe ich auf dem Dot Grid Pad von Clairefontaine angefertigt. Dazu kam mit dem Hay Bullet Kugelschreiber, der Storchenschere und der Dokumentenklammer von Hay etwas goldene Dekoration. Den farbigen Höhepunkt setzen die drei Peonies, die ja zu meinen Lieblingsblumen zählen. Ich war froh, im Juli überhaupt noch Pfingstrosen bei meinem freundlichen Blumenhändler zu ergattern!

Außerdem habe ich einen Rosenquarz dazu gelegt, der auch als Liebesstein wirken soll. Ich weiß nicht, wie „Romeo und Julia“ mit dem Rosenquarz ausgegangen wäre, aber vielleicht hilft es ja ein bisschen.

Zumindest danke ich William Shakespeare für dieses schöne Zitat, das mir wirklich aus dem Herzen spricht. Ich finde, etwas Bescheidenheit hat noch niemandem geschadet – findest du nicht auch?

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Zitat von Coco Chanel: In order to be irreplaceable one must always be different

Zitat von Coco Chanel: Always be different

Anders sein als Markenzeichen? Oder verhält man sich anders, weil man einfach anders ist? Kann man das beides überhaupt voneinander unterschieden?

Ich habe heute ein Zitat von Coco Chanel verarbeitet. Meine Kalligraphie soll dieser besonderen Frau Tribut zollen – entgegen ihrer Herkunft und aller vorherrschenden Meinungen schaffte sie es, ihren eigenen Weg zu gehen. Obwohl sie anders war.

Oder gerade deshalb?! Das Zitat „In order to be irreplaceable one must always be different“ drückt genau diesen Sachverhalt aus. Wenn du unersetzlich sein möchtest, dann musst du immer anders sein. Und die Betonung liegt auf immer ...

Ich hatte neulich Zeit, mir den biographischen Film „Coco avant Chanel“ anzuschauen. Als Frau auf dem Weg in die Selbständigkeit hilft er dabei, weiterhin Mut zu fassen und den eigenen Weg zu beschreiten. Ein schönes Stückchen Motivation für die kleine Kalligraphin!

Coco Chanel hatte einen schwierigen Weg hinter sich. Aus dem Waisenhaus heraus, als kleine Näherin mit dem Wunsch, sich als Sängerin zu etablieren. Nur durch eine zufällige Bekannschaft und viel Glück, die richtigen Leute zur richtigen Zeit kennenzulernen, schaffte sie es nach oben.

Dennoch (vielleicht auch gerade deswegen) blieb sie ihrem eigenen Stil treu und erschuf etwas Neues, Wegweisendes. Niemand schaffte es, ihr dazwischenzufunken. Das finde ich wirklich faszinierend, daher auch das von mir gewählte Zitat.

Zitat „In order to be irreplaceable one must always be different“

  • Papier: „Dot“ Grid, Graph it in 90gr/m², Sketch 41 Ib von Clairefontaine
  • Stift: Fudenosuke Brush Pen (weich) von Tombow aus Japan
  • Blume: Pfingstrose vom vietnamesischen Blumenhändler, Alt-Tegel
  • Dekoration: Tasse vom Flohmarkt mit Nespresso

Geschrieben habe ich das Zitat mit dem tollen Tombow Fudenosuke Brush Pen. Gekauft wurde dieser wieder bei J-Stuff, meinem Lieblingsshop für japanische Zeichenprodukte.

Der Fudenosuke Brush Pen hat eine elastische Pinselspitze für Handletterings und für Kalligraphie. Durch den ausgeübtem Druck auf die Spitze verändert sich die Linienbreite wunschgemäß von sehr fein bis ziemlich breit. So kann die Linienführung perfekt gesteuert werden.

Als Dekoration diente eine Blümchentasse vom Flohmarkt, zusammen mit einem leckeren Nespresso und einer der letzen Pfingstrosen in diesem Jahr. Nächstes Jahr gibt’s neue, da freue ich mich jetzt schon drauf.

Kurz zurück zu Coco Chanel: Ich finde, sie ist eine wahre Inspirationsquelle. Gerade für Frauen ist es oftmals nicht einfach, sich in einer eher machohaften Welt durchzusetzen – damals wie heute. Coco Chanel hatte das geschafft und ist somit ein Vorbild für jede starke Frau.

Wer den Film „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ noch nicht kennt, sollte ihn auf jeden Fall anschauen. Audrey Tautou überzeugt glaubhaft als Coco Chanel, das ganze Setting wie auch das Drehbuch sind wirklich realitätsnah.

Es wird ja schon bald wieder Herbst, da versüßt ein gutes Biopic gerne mal den Sonntagnachmittag. In diesem Sinne: Bleibt anders!

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Hand Lettering als Wandbild: She designed a life she loved

Hand Lettering als Wandbild

Der Sommer ist in Berlin angekommen. 30° Celsius motivieren mich eigentlich nicht, zuhause Letterings zu üben. Aber ich hatte einen Brush Pen von Faber Castell gekauft, den ich unbedingt mal probieren wollte. Also frisch ans Werk gemacht…

Der Faber Castell ist ein preiswerterer Brush Pen, der aus Deutschland kommt. Bezahlt habe ich 2,19 Euro, was für die Qualität absolut in Ordnung ist. Allerdings ist der Stift eigentlich zum Kolorieren von Zeichnungen gedacht, und nicht zum Lettern. Wenn du also Mangas zeichnest und mit dem Faber Castell nachkolorieren möchtest, sollte das sehr gut funktionieren.

Für mein Handlettering waren die Stifte zuerst nicht ideal – die Pinselspitze ist nicht so robust, gibt stark nach und geht auch nicht wirklich in ihre ursprüngliche Form zurück. Ich schreibe manchmal mit etwas mehr Druck, wodurch die Pinselspitze dann schnell verbogen war.

Doch nicht nur der Stift ist entscheidend für eine gutes Ergebnis, sondern auch die Papierwahl. Eine gute, glatte Papieroberfläche kann dabei helfen, ein Ausfransen der Pinselspitze zu vermeiden. Das hat der Faber Castell Brush Pen mit den Tombows gemeinsam.

Für heute habe ich den Spruch „She designed a life she loved“ gewählt, weil das ja hier mein kleines Motto ist. Dieser Spruch soll die kleine Kalligraphin daran erinnern, nicht aufzugeben und weiter an ihrem Traum zu arbeiten.

Viele Frauen haben den Wunsch, auf eigenen Beinen zu stehen und etwas aus eigener Kraft zu erreichen. Daher ist „She designed a life she loved“ irgendwie passend. Um dem Ganzen mehr Ausdruck zu verleihen, habe ich das Handlettering eingerahmt, damit es später als Wandbild aufgehängt werden kann.

Handlettering „She designed a life she loved“

  •  Stift: PITT artist pen, Medium Flesh 131, Faber Castell, Deutschland
  •  Papier: Skizzenblock SELECTA, Carl Schleicher & Schuell, Deutschland
  •  Blume: Pinke Pfingstrose vom vietnamesischen Blumenhändler
  •  Dekoration: Notizheft mit geprägten Goldfolienstreifen von „Go Stationery“, London

Obschon ich die Faber Castells – für Letterings! – nicht so perfekt finde, ist das Ergebnis recht annehmbar geworden. Man kann vor allen sehr detailliert schreiben, da die Pinselspitze fein und dünn ist. Das eignet sich gerade für Briefumschläge und DIN A5-Bögen sehr gut.

Die Farben sind schön satt und die Stifte sind auch gut mit Tinte gefüllt. Eigentlich bin ich positiv überrascht und gewöhne mich langsam an das Handling. Bleibt das Manko des schnellen Verschleißes. Aber das liegt dann eben daran, dass ich zu stark aufdrücke.

Ich würde auf jeden Fall noch mal Brush Pens von Faber Castell kaufen. Der Preis ist super und die Farbauswahl ebenfalls sehr attraktiv. Bei dem aufgerufenen Preis von gut zwei Euro ist der schnelle Verschleiß auch zu verschmerzen.

Achja – dekoriert habe ich mit der letzten Pfingstrose in diesem Jahr. Insofern passt das ja auch zu „She designed a life she loved“.

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Spruch mit Handlettering: I don't want a pony I want a peony

Ich möchte kein Pony

Ich möchte kein Pony. Ehrlich nicht. Was das für eine Arbeit macht: Füttern, striegeln, Gute-Nacht-Geschichten vorlesen … Nee, das wäre nichts für mich. Stattdessen erfreue ich mich gerne an wunderschönen filigranen Blüten.

Da wir im Mai die schöne Pfingstrosenzeit haben, kommen natürlich die Päonien ins Spiel. Und dass die Pfingstrose eine meiner Lieblingsblumen ist, hatte ich in den letzten Wochen bereits erwähnt. Insofern spielt mein heutiges Handlettering erneut auf die Pfingsrose an: „Don’t want a pony, I want a peony“.

Wenn man es genau nimmt, würde ich ja doch beides nehmen – Ross und Blume. Erst letztens hatte ich wieder den Film „Legende“ gesehen. Hier spielen zwei Einhörner die tragende Rolle, die für das Gute, Ehrliche und Reine stehen, sowie Tim Curry als liebestrunkener Satan auf der anderen Seite. Am Ende gewinnen die Einhörner, klar, aber nur durch Hilfe von Tom Cruise.

So leid es mir tut, der frühe Tom Cruise sah wirklich merkwürdig aus. Ob es zur Rolle gehörte, dass er als Waldgeist immer mit offenem Mund durch die Gegend lief? Sieht leider etwas deppert aus. Aber lieber deppert, als der späte und stark scientologoisierte Schauspieler. Der Film „Legende“ an sich ist aber ein schönes Beispiel für die Schaffung von Traumwelten, und wurde für „Best Makeup“ sogar für einen Academy Award nominiert.

Zurück zur Pfingstrose: Bevor ihre Zeit in zirka 1-2 Wochen vorbei sein wird, habe ich ihr noch einmal einen Spruch gewidmet. Dafür kam wieder ein Tombow ABT Dual Brush Pen zum Einsatz.

Über diesen japanischen Brush Pen hatte ich ja bereits ein paar Mal geschrieben. Dennoch ist Vorsicht angesagt, denn die Feinspitze hat eine Strichstärke von 0,8 Millimeter und ist demnach sehr empfindlich.

Sie sollte nur auf sehr glattem Papier verwendet werden. Empfehlen würde ich das Papier von Rhodia. Ich hatte für das Lettering „Don’t want a pony, I want a peony“ zuvor das Papier von Clairefontaine verwendet und muss sagen, dass mein Tombow es nicht so richtig mochte.

Leider ist meine Pinselspitze schon etwas ausgefranst, was man bei genauem Hinsehen auch feststellen kann. Auch wenn Brush Pens das Üben von Kalligraphie erleichtert – dieser Stift verzeiht gar nichts. Nun gut, für 3-4 Euro kommt dann bald Ersatz ins Haus.

Klasse finde ich den Namen des Tombows: „Crimson No 847“, der mich an den düsteren Streifen „Crimson Peak“ erinnert. Der sehr intensive, blutrote Farbton passte dann wiederum perfekt zur Farbe meiner Pfingstrose. Somit schließt sich der Kreis!

Handlettering „Don’t want a pony, I want a peony“

Papier: „Dot“ Grid, Graph it in 90gr/m², Sketch 41 Ib von Clairefontaine
Stift: Tombow ABT Dual Brush Pen, Farbe: Crimson 847, Japan
Blume: Pfingstrose in Tiefrot vom vietnamesischen Blumenhändler

Ich werde jetzt noch ein bisschen weiterüben. Derweil kann ich ja noch ein wenig darüber nachdenken, ob doch Pony oder Pfingstrose, Pfingstrose oder Pony … ach, ich hol mir erst mal einen Espresso. Basta.

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Spruch in Kalligraphie geschrieben: Find the beauty in every day

Spruch in Kalligraphie: Find the beauty in every day

Manchmal klappt nichts. Gar nichts. Aber auch wirklich nichts. Solche Tage sollten sich ihren hässlichen Mantel überziehen, Zigaretten holen gehen und niemals wiederkommen. Tun die aber. Immer.

Wenn so ein bemerkenswert schlechter Tag mich mit seiner Anwesenheit beleidigt, dann muss ich eben das Beste draus machen. Hilft ja alles nichts. Was passiert war?

Ich hatte Pfingstrosen gekauft – solange die Pfingstrose blüht, bekommt sie auch einen Ehrenplatz in meinen Fotos, dachte ich. Dieses Mal hatte der Blumenhändler meines Vertrauens eine schöne Auswahl an Pfingstrosen in den Farben Rosa, Rot und Weiß. Die ganze Ladenauslage war voll mit Peonies, wunderbar!

Zuhause dann ging alles schief: Ich bereitete das Lettering vor, setzte die Blume in Szene und versuchte, das richtige Licht zu finden. Während die Blüte ihr Haupt immer wieder aus dem Fokus drehte, gab es am Himmel einen proaktiven Sonne-Wolken-Mix. Es gab nicht einen Moment, in dem das Licht für fünf Minuten konstant blieb.

Also setzte ich mein Fotomotiv um, in ein anderes Zimmer, versuchte dort mein Glück. Aber es wollte und wollte nicht klappen – der Tag hatte sich regelrecht gegen mich verschworen. Welch Ironie, dass ich gerade den Spruch „Find the beauty in every day“ für mein Lettering auserwählt hatte…

Eine Woche warten würde auch nichts bringen, weil dann die dekorative Pfingstrose verblüht wäre. Obwohl ich wirklich gut vorbereitet war – für insgesamt drei Bilder hatte ich Blumen, Dekoration und Letterings parat – bekam ich als Resultat nur ein schlechtes Foto. Grmpf.

Nun muss ich erwähnen, dass ich während der Woche alles besorge, um am Wochenende meine Shootings zu machen. In der Woche schaffe ich es wegen meines Jobs einfach nicht. Ich bin also auf die wenigen paar freien Stunden am Wochenende angewiesen. Wenn es dann nicht funktioniert, verliere ich leicht die Contenance.

Nun ja, kommen wir zurück zum professionellen Teil. Ich hatte diesmal den Tombow Fudenosuke Brush Pen getestet, einen meiner neuen Stifte von J-Stuff. Die Pinselspitze des japanischen Brush Pens ist eher robust und kann auf jedem Papier verwendet werden.

Auch einen etwas größeren Druck verzeiht die Pinselspitze, was nicht uninteressant für Lettering-Anfänger sein dürfte. Diesen Stift gibt es nur im Farbton Schwarz, allerdings kann man ihn in zwei Härtegraden kaufen (hart und weich).

Ich schreibe absolut gerne mit diesem Brush Pen und kaufe sofort einen neuen Tombow, wenn meiner mal leer geschrieben ist. Für das Papier wählte ich wieder das „Dot“ Grid Graph it in 90gr/m² von Clairefontaine.

Als Dekoration kam ein schickes Notizheft mit geprägten Goldfolien-Streifen von Go Stationery (London) zum Einsatz. Erstanden habe ich dieses in einem kleinen Dekogeschäft in der Krossener Straße in Berlin-Friedrichshain.

Leider konnte mich dieser Spruch heute nicht motivieren. Das Licht war einfach eine Katastrophe. Doch vielleicht kann „Find the beauty in every day“ euch besser motivieren. Dann wäre das zumindest ein Trost für mich. Es klappt eben nicht immer alles so, wie es soll – willkommen im Leben.

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

Dekoration mit Pfingstrosen: Please bring me peonies

Pfingstrosen als Dekoration für Kalligraphie

Frohe Pfingsten! Für das sonnige Pfingstwochenende habe ich eine Kalligraphie mit meinen Lieblingsblumen erstellt: rosa Pfingstrosen. Dazu passte natürlich ein femininer Spruch für alle kleinen Prinzessinnen – manchmal muss man eben auf die eigenen Bedürfnisse bestehen.

Der Spruch „Please bring me peonies“ ist allbekannt. Gerade zu Anfang Mai, wenn die wunderschönen Pfingstrosen blühen, sieht man ihn auf Tassen, Beuteln und natürlich in der Kalligraphie. Insofern wollte ich diesen Spruch auch unbedingt umsetzen – wieder mit meinem Pilot Choose 07 Weiß aus Japan.

Wie die Pilot-Stifte schreiben, habe ich ja schon einige Male beschrieben. Und ich würde immer wieder zu ihnen greifen, weil sie einfach hübsche Resultate bringen. Insofern kann ich die Pilot Pens jederzeit guten Gewissens weiterempfehlen.

Die eigentliche Geschichte steckt jedoch in den Blumen. Ich werde nämlich manchmal gefragt, wie ich meine Fotos erstelle. Kurze Antwort: Es ist alles selbst gemacht! Neben dem Spruch spielt die Dekoration eine wichtige Rolle. Denn erst die Vasen, die Tassen, die Blumendekoration und das Tageslicht ermöglichen im Ensemble ein überzeugendes Lichtbild.

Das ist manchmal gar nicht so einfach – während sich gerade Wolken vor die Sonne schieben, zerfällt die Crema auf dem Espresso. Oder die Blumen machen schon vor dem Fotoshooting schlapp, bevor ich überhaupt zum Knipsen komme.

Auf diese Pfingstrosen musste ich lange warten – morgens auf dem Weg zur Arbeit sah ich sie bei einigen Blumenhändlern, abends auf dem Weg zurück waren alle vergriffen. Selbst am Samstag, trotz frühen Aufstehens, konnte ich keine mehr ergattern.

Doch eines Nachmittags, eher durch Zufall, entdeckte ich einen letzten Strauß bei einem vietnamesischen Blumenhändler am Alexanderplatz. Ich war so froh, immerhin konnte ich nun endlich den Spruch „Please bring me peonies“ umsetzen!

Am Ende ist also alles gut gegangen. Und das entspricht ja auch ein bisschen der Pfingstbotschaft, oder?!

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana