Zitat zum Winter von Pietro Aretino: Let us love winter for it is the spring of genius.

Lasst uns den Winter lieben!

Grau in grau, neblig, trüb. So sieht der Winter in den meisten Fällen aus. Im Fernsehen ist das doch anders: Weiße Winterlandschaften, fröhliche Menschen, die sich gegenseitig mit dem Schlitten ziehen und Käse/Wurst/Pralinen mampfen. Aber was ist schon so, wie in der Werbung?

Manchmal gibt es jedoch die Momente, wo sich der Winter von seiner schönsten Seite zeigt. Wenn der Regen von draußen gegen die Scheibe prasselt, man aber in der warmen Stube am süßen Fencheltee nippt. Wenn man aufwacht, und alle Geräusche durch frisch gefallenen Schnee leise gedämpft werden. Oder wenn man voller Vorfreude einen Kurztrip an die Ostsee plant, um die winterlich-dunklen Wellen zu sehen.

Der Winter hat aber auch noch eine andere Seite: Kulturell gesehen, kann der deutliche Wechsel der Jahreszeiten die Kreativität beflügeln. So wird der Mensch bei Wind, Eis und Kälte sicherlich stärker gefordert, als wenn dauerhaft 22 Grad Celsius herrschen und der weiße Sandstrand lockt.

Die Einfälle kommen eben auch immer aus dem Umstand heraus, auf neue ungewohnte Situationen reagieren und derart die Improvisationsfähigkeit ausbauen zu müssen. Ob es das ist, was Pietro Aretino gemeint hat?

Aretino war italienischer Schriftsteller und Dichter der Renaissance. Hauptsächlich verfasste er Theaterstücke, die seinem, nunja, eigenwilligen Humor und Mundwerk entsprachen. Wenn man seine Zitate bei Wikiquotes durchliest, findet man ein paar ziemlich anzügliche Aussagen.

Deshalb sollte man das geletterte Zitat „Let us love winter, for it is the spring of genius.“ auch mit einem Augenzwinkern betrachten – eine lustige Abwechslung eben zu den „normalen“ Zitaten in meinem kleinen Kalligraphie-Blog.

Handlettering „Let us love winter, for it is the spring of genius.“

  • Papier: GraF it 90gr/m² Dot Grid Pad von Clairefontaine, DIN A5, Deutschland
  • Stift: Pentel Touch Brush Pen, schwarz, Japan
  • Blume: Disteln
  • Dekoration: Goldteller, Goldpapier und Maskingtape, gekauft bei Hobbyshop Rüther GmbH & Co.KG

Zum Einsatz kam der bewährte Pentel Touch Brush Pen. Die flexible Spitze des Pentels lässt sich wie ein Pinsel verwenden – daher der Name Brush Pen. Gerade für Handletterings ist dieser Stift ideal, den es zum Beispiel bei Boesner oder J-Stuff in vielen verschiedenen Farben gibt. Ich nehme gerne Schwarz, da diese Farbe am besten zu meiner Dekoration passt.

Wenn das Lettering alleine wirken soll, kann natürlich auch eine andere Farbe zum Einsatz kommen. Den goldenen Pentel Touch hatte ich ja bereits vorgestellt. Geschrieben habe ich das Zitat auf das Dot Grid Pad von Clairefontaine. Und zu Aretinos „picksigen“ Sprüchen passte die dekorative Distel einfach perfekt.

Draußen fallen jetzt großen Flocken vom Himmel. Wenn das so weiter geht, kann ich doch noch meine Werbewinterwunderlandschaft genießen. Ich pack schon mal den Käse ein.

Liebe Grüße,
Berlin-Kalligraphie Signatur von Diana

2 comments

  1. […] zu warm. Aber wenn sich die Wetterfee ein bisschen anstrengt, wird der Dezember doch noch schön winterlich. Ich jedenfalls würde mich darüber sehr […]

  2. […] kurz vor Ostern ging das Thermometer nachts runter auf – 14° Celsius. Ich mag es ja gerne kalt und winterlich, aber zu Ende März darf es dann schon etwas wärmer sein. […]

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